Rasenflächen können von verschiedenen Pilzarten befallen werden. Einige Pilze sind harmlos, andere können erheblichen Schaden anrichten. Wir haben für Sie die am häufigsten vorkommenden Pilze auf dem Rasen sowie Tipps zur Bekämpfung zusammengestellt.
Bei einem Pilzbefall ist es wichtig, zunächst die genaue Pilzart zu identifizieren. So wissen Sie, ob der Pilz harmlos ist oder ob Sie den Befall bekämpfen müssen, um Schäden am Rasen zu vermeiden.
Klicken Sie hier auf die unterschiedlichen Arten von Pilzbefall oder lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.
Die Bekämpfung von Pilzen auf Ihrem Rasen können wir leider nicht für Sie übernehmen – aber wir unterstützen Sie gern dabei. Kontaktieren Sie uns einfach unter +49 (0) 4619 9519 991 oder per E‑Mail an info@greenkeepr.de, wenn Sie eine Beratung wünschen.
Ein grundsätzlicher Tipp gegen Pilze im Rasen
Achten Sie grundsätzlich darauf, dass die Messer Ihres Rasenmähers scharf genug sind, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten. So franst das Gras beim Mähen an den Spitzen nicht aus und wird widerstandsfähiger. Bei einem Mähroboter sollten Sie die Messer alle drei Wochen wechseln, die Messer eines Motormähers sollten mindestens zweimal pro Saison geschärft werden.
Hier erfähren Sie mehr darüber, warum scharfe Messer am Rasenmäher so wichtig sind.
Hutpilze

Hutpilze – also oberirdisch wachsende Pilze – können während der gesamten Wachstumsperiode auf Ihrem Rasen auftreten. Besonders im Herbst, wenn das Wetter kühler und feuchter wird, findet man die typischen weißen und braunen Pilze. Das ist kein Grund zur Sorge: Im Allgemeinen sind diese Pilze ungiftig für Menschen und Hunde. Trotzdem sollten Sie niemals einen Pilz essen, bei dem Sie nicht ganz genau wissen, um welche Art es sich handelt.
Grundsätzlich sind Pilze ein Zeichen für einen gesunden Rasen, da sie auf eine ausreichende Stickstoffversorgung hinweisen und dem Rasen nicht schaden. Etwas genauer hinschauen sollten Sie, wenn die Pilze in einer klaren Ringform wachsen – dabei könnte es sich um einen Hexenring handeln, der dem Rasen schadet.
Solange die Pilze nur vereinzelt auftreten, stören sie lediglich das Auge. Wir empfehlen Ihnen, das Gras einfach häufiger zu mähen, damit die Pilze keine Zeit zum Wachsen haben. Mit dem Einsetzen der Winterkälte verschwinden sie in der Regel von selbst.
Welche Hutpilze wachsen auf meinem Rasen?
Zu den häufigsten Hutpilzen, die auf deutschen Rasenflächen vorkommen, zählen:
- der Gemeine Riesenschirmling (Parasol)
- der gelbliche Nelken‑Schwindling
- der Schopf‑Tintling mit seinem dunklen Hut
- der ungenießbare Feld‑Trichterling
Rotspitzigkeit
Bei feuchtem und warmem Wetter kann eine Pilzerkrankung namens „Rotspitzigkeit“ Ihren Rasen befallen. Dabei bilden sich plötzlich Verfärbungen auf dem Rasen. Bei genauer Betrachtung ist ein rötlicher Schimmer auf den Grashalmen zu erkennen, der der Krankheit ihren Namen gibt.
Rotspitzigkeit verschwindet häufig von selbst, sobald die Luftfeuchtigkeit wieder sinkt. Bis dahin kann sich die Erkrankung jedoch ausbreiten. Bei einem Befall empfehlen wir, das Mähen für 4 bis 7 Tage zu pausieren, Ihren Rasenmäher gründlich zu reinigen und die Messer zu wechseln oder zu schärfen. So verhindern Sie, dass sich die Pilzsporen im gesamten Rasen verteilen, und sorgen für einen sauberen Schnitt, der weniger anfällig für Krankheiten ist.
Nach der Mähpause ist es wichtig, den Rasen auf höchster Stufe (mindestens 6 cm) zu mähen, damit nicht zu viel Gras auf einmal entfernt wird. Verwenden Sie diese Einstellung etwa eine Woche lang, bevor Sie die Schnitthöhe um 1 cm senken. Wiederholen Sie dies gegebenenfalls in der darauffolgenden Woche.
Wann tritt Rotspitzigkeit auf?
Rotspitzigkeit hat die besten Wachstumsbedingungen bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 16 und 22 °C. Je nach Wetterlage kann der Pilz während der gesamten Wachstumsperiode auftreten.
Kann ich Rotspitzigkeit vorbeugen?
Unsere Servicepakete sorgen dafür, dass Ihr Rasen so kräftig wie möglich und optimal mit Nährstoffen versorgt ist. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihren Rasen die gesamte Saison über mit scharfen Messern mähen.
Mehltau
Bei schlechter Bodenbeschaffenheit oder wenn Ihr Rasen über längere Zeit nicht richtig trocknen kann, besteht die Gefahr von Mehltau. Diese Pilzerkrankung zeigt sich zunächst als helle Flecken auf den Grashalmen, die später zu weißen, pudrigen Belägen werden. Ohne Gegenmaßnahmen können daraus große Bereiche mit abgestorbenem Rasen entstehen.
Die beste Maßnahme gegen Mehltau besteht darin, das Mähen für 10 bis 14 Tage vollständig einzustellen. Wenn Sie anschließend wieder mit dem Mähen beginnen, achten Sie auf saubere, scharfe Messer und verwenden Sie die höchste Einstellung (6–7 cm). Reduzieren Sie die Schnitthöhe dann um maximal 1 cm pro Woche.
Schneeschimmel
Im Winter besteht die Gefahr, dass sich Schneeschimmel bildet. Diese Pilzkrankheit gedeiht besonders gut bei Kälte und Feuchtigkeit und zeigt sich durch weiße oder graue, fast haarige Flecken. Im schlimmsten Fall entstehen welker oder sogar toter Rasen.
Schneeschimmel tritt häufig auf, wenn:
- der Rasen lange unter Schnee liegt
- viel Laub auf der Fläche bleibt
- das Gras zu lang ist und sich zusammenlegt
Um Schneeschimmel vorzubeugen, sollten Sie den Rasen frei von Laub und anderen Abdeckungen halten und eine Winterhöhe von etwa 5–6 cm anstreben.
Schneeschimmel während der Mähsaison
Wenn Sie während der Mähsaison Schneeschimmel bekommen, müssen Sie das Mähen für 1–2 Wochen unterbrechen. Beginnen Sie danach mit sauberen, scharfen Messern und auf höchster Stufe. Reduzieren Sie die Höhe Woche für Woche um 1 cm.
Wenn Sie außerhalb der Mähsaison Schneeschimmel bekommen
Außerhalb der Mähsaison können Sie leider wenig tun. Entfernen Sie alles, was den Rasen bedeckt, damit die Feuchtigkeit sinkt. Sobald die Vegetationsperiode beginnt, sollten Sie düngen und nachsäen – oder unser Servicepaket nutzen, damit Ihr Rasen optimal versorgt wird.
Hexenringe
Wenn Sie einen Hexenring im Rasen haben, fällt er sofort auf: Ein großer, kreisförmiger Pilzbefall im Gras.
Die Lösung ist überraschend einfach: Stechen Sie an zwei Stellen im Ring jeweils ein ca. 20 × 20 cm großes Stück Rasen aus, drehen Sie es um 180° um die vertikale Achse und setzen Sie es wieder ein. Dadurch wächst der Hexenring in sich selbst hinein und baut sich mit der Zeit ab.
Hexenringe können bis zu 10 m Durchmesser erreichen und werden jedes Jahr größer, wenn man nichts unternimmt.
Drei Arten von Hexenringen
- Schädlicher Typ:
Im Ring ist das Gras verdorrt und tot, während es außen dunkelgrün und kräftig wächst. Oft treten Fliegenpilze oder Stäublinge auf. Dieser Typ sollte unbedingt bekämpft werden.
- Optisch auffälliger, aber harmloser Typ:
Ein dunkler, kräftiger wachsender Ring, der dem Rasen nicht schadet.
- Pilzring ohne Auswirkungen:
Fliegenpilze oder Stäublinge bilden einen Ring, der das Gras nicht beeinflusst.











