Trockenheit ist ein Phänomen, an das wir uns leider gewöhnen müssen. Wir gehen davon aus, dass sie in den kommenden Jahren ein häufiger Bestandteil unserer Arbeit wird. Anstatt gegen die Herausforderung trockener Rasenflächen anzukämpfen, möchten wir Sie daher dabei unterstützen, bestmöglich mit der Trockenheit umzugehen.
Während längerer Trockenperioden wächst der Rasen nicht weiter. Stattdessen beginnt das Gras großflächig gelb zu werden und auszutrocknen. Das Beste, was Sie in einem solchen Fall tun können, ist: nichts. In den meisten Fällen legt der Rasen eine Ruhephase ein, um nicht vollständig abzusterben. Geben Sie ihm die notwendige Ruhe und belasten Sie ihn nicht unnötig.
Das bedeutet auch, dass Sie bei Trockenheit nicht mähen sollten – eigentlich sogar schon vorher. Wenn sich eine trockene Phase rechtzeitig ankündigt, können Sie den Rasen vielleicht etwas höher wachsen lassen, damit er widerstandsfähiger ist. Auf jeden Fall sollten Sie nicht mähen, wenn der Rasen nicht wächst. Stellen Sie den Motormäher also einfach beiseite und denken Sie daran, den Mähroboter auszuschalten. Andernfalls riskieren Sie, das Gras zu stark zu belasten, sodass es abstirbt, obwohl es die Trockenheit von allein überstehen könnte.
Wenn Sie unsicher sind, ob in Ihrer Region gerade Trockenheit herrscht, können Sie jederzeit den Trockenheitsindex prüfen. Wählen Sie „Trockenheitsindex“ unter dem Reiter „Produkt“ und wählen Sie das aktuelle Jahr und den aktuellen Monat.
Wenn das Wasser wiederkommt
Irgendwann regnet es wieder und Sie können beobachten, wie das Gras zu wachsen beginnt. Fangen Sie auf jeden Fall behutsam mit dem Mähen an – Ihr Rasen hat viel durchgemacht, daher sollten Sie ihn schonen. Stellen Sie Ihren Rasenmäher auf die höchste Stufe ein und reduzieren Sie diese höchstens um eine Stufe pro Woche, bis Sie wieder Ihre gewünschte Schnitthöhe erreicht haben.
Beginnen Sie direkt mit einer niedrigen Schnitthöhe oder senken Sie diese zu schnell, riskieren Sie, die Photosynthese des Grases zu stören, sodass Ihr Rasen viel länger gelb und trist bleibt.
Sollte ich meinen Rasen bei Trockenheit nicht bewässern?
Die kurze Antwort lautet: Nein. In den meisten Fällen ist das viel zu viel Aufwand, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Vertrauen Sie einfach darauf, dass sich der Rasen von selbst erholt – und trösten Sie sich damit, dass der Rasen Ihrer Nachbarn genauso durstig ist wie Ihrer.
Wenn Sie sich dennoch zum Bewässern entschließen, um einen schönen grünen Rasen zu behalten, sollten Sie dies gründlich tun, bevor die Trockenheit einsetzt und das Gras verdorrt. Und selbst dann gibt es keine Garantie. Gießen Sie am besten nach Sonnenuntergang oder früh am Morgen, damit das Wasser nicht sofort verdunstet. Bedenken Sie, dass Rasen ein- bis zweimal wöchentlich etwa 20 Liter pro m² benötigt, um grün zu bleiben. Als Faustregel gilt, dass der Rasensprenger mindestens eine Stunde an derselben Stelle stehen sollte – abhängig von Modell und Wasserdruck.
Gießen Sie zu spät abends, bleiben die Grashalme nachts feucht, was das Risiko von Pilzerkrankungen erhöht. Gießen Sie nicht gründlich genug, bleibt die Wirkung aus.
Das Bewässern des Rasens ist sowohl teuer als auch aufwendig. Unser Rat lautet daher: Entweder ganz darauf verzichten oder es zumindest sorgfältig planen.
Achten Sie unbedingt auf eventuelle Bewässerungsverbote der örtlichen Behörden.
Helfen Sie dem Rasen auf die Sprünge
Wenn Sie Ihrem Rasen während einer Dürreperiode etwas Gutes tun möchten, können Sie einen Servicetermin mit uns vereinbaren. Unser Rasendünger wird im Boden gespeichert und steht zur Freisetzung bereit, sobald wieder Wasser verfügbar ist. So unterstützt er den Rasen optimal dabei, wieder in Schwung zu kommen. Auch die Grassamen liegen bereit und warten auf Wasser, um keimen zu können, sobald sich das Wetter ändert.
Und ein paar weitere Trockenheitsprobleme ...
Trockene Rasenkanten entlang der Hauswand
Entlang der Hauswand kann es im Sommer sehr heiß werden. Teilweise hält das Dach den Regen ab, sodass selbst ein gesunder Rasen dort schwierige Bedingungen hat. Unsere Empfehlung: Rasen sollte nicht direkt bis zur Hauswand reichen.
Trockene Rasenkanten entlang von Pflastersteinen
Überschüssiger Sand aus den Pflasterfugen kann auf den Rasen gelangen und wirkt dort wie eine Drainage, die den Boden schneller austrocknen lässt. Am effektivsten beheben Sie dieses Problem, indem Sie etwa 30 cm Erde entlang der Fliesen ausheben, frische Erde einfüllen und neue Rasensamen aussäen. Die Ursache kann aber auch in der Temperatur der Pflastersteine liegen – ähnlich wie an der Hauswand. In diesem Fall lässt sich leider nichts gegen die trockenen Kanten tun.
Trockene Laufwege

Wenn bestimmte Laufwege stark beansprucht werden, besteht die Gefahr, dass diese Stellen gelb werden und austrocknen. Das Gras wird abgenutzt und der Boden verdichtet, sodass Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe die Wurzeln nicht mehr erreichen.
Sie können das Problem lösen, indem Sie den Boden an den kahlen Stellen lockern und bei Bedarf hochwertige Rasensamen nachsäen – ähnlich wie beim Ausgleichen von Unebenheiten. Idealerweise wechseln Sie die Laufwege ab. Alternativ können Sie akzeptieren, dass dieser Weg häufig genutzt wird, und einen Kies- oder Pflasterweg anlegen.
Platter Rasen
Wenn die Temperatur plötzlich stark ansteigt, kann der Rasen in eine Art Ruhemodus wechseln – als Schutz vor möglicher Trockenheit. Dabei verliert er seine Saugspannung und legt sich unter Belastung flach hin. Das schadet dem Rasen nicht unbedingt, dennoch kann er sich verfärben und unschön aussehen, wenn weiterhin darauf gelaufen wird.
Betrachten Sie es als Warnsignal des Rasens. Hören Sie auf zu mähen, schränken Sie die Nutzung ein und prüfen Sie die Wettervorhersage auf Trockenheitswarnungen. Sobald die Temperatur stabiler wird und etwas Regen fällt, erholt sich der Rasen wieder.











