Viele Gartenbesitzer kennen das Problem nur zu gut: Moos im Rasen. Es kann mühsam sein, das Moos zu entfernen, und ohne das nötige Know-how kann sich die Arbeit schnell als vergeblich herausstellen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass es kein Rasen dauerhaft moosfrei bleibt. Ein moosfreier Rasen erfordert kontinuierliche Pflege und die richtige Vorgehensweise. Besonders im Herbst, wenn das Graswachstum nachlässt, ist es ganz natürlich, dass das Moos wiederkehrt. Ein dichter, kräftiger Rasen ist der Schlüssel zur Moosfreiheit. Jedes Mal wenn der Rasen geschwächt ist, besteht das Risiko, dass das Moos zurückkehrt.
Wenn dir das auf Dauer zu aufwendig erscheint, sind unsere Servicepakete vielleicht das Richtige. Sie sind so zusammengestellt, dass sie das Moosproblem ohne chemische Mittel lösen. Wenn du dennoch selbst versuchen willst, deinen Rasen moosfrei zu halten, haben wir hier unsere besten Tipps.
Warum habe ich Moos in meinem Rasen?
Bevor du versuchst, dein Moos loszuwerden, solltest du herausfinden, warum du Moos hast, damit es sich nicht so schnell wieder ansiedelt.
Moos gedeiht besonders gut, wenn kein Gras vorhanden ist, das den Boden schützt. Gras tut sich schwer im Schatten, daher findet man Moos häufig in schattigen Bereichen. Wenn das Moos vor allem auf Rasenflächen vorkommt, die wenig Sonne bekommen, liegt die Herausforderung wahrscheinlich genau dort. Überlege, ob du den Schatten beseitigen kannst, indem du Bäume und Büsche stutzt. Oder ob du statt der Rasenfläche vielleicht lieber ein Beet mit schattenliebenden Pflanzen anlegen kannst.
Des Weiteren findet man Moos oft an Stellen, an denen der Rasen besonders feucht ist. Die Feuchtigkeit kann ebenfalls daran liegen, dass es zu viel Schatten gibt, sodass die Fläche nicht richtig trocknen kann. Auch Unebenheiten im Rasen können eine Ursache sein. Überprüfe, ob du deinen Rasen nivellieren musst oder ob ein Drainagesystem erforderlich ist.
Eine dritte Ursache für Moos kann sein, dass dein Rasen nicht genügend Nährstoffe bekommt, um das Moos zu verdrängen. Das Gras muss stark und dicht genug wachsen, um dem Moos entgegenzuwirken. Glücklicherweise kannst du das einfach erreichen, indem du den Rasen richtig düngst.
Zu guter Letzt kann es auch sein, dass du dem Moos optimale Wachstumsbedingungen bietest, indem du den Rasen zu kurz oder zu selten mähst, was das Gras schwächen kann. Wir empfehlen, das Gras während der Moosbekämpfung nicht kürzer als 6 cm zu schneiden. Erfahre mehr darüber, wie du deinen Rasen richtig mähst.
Wie werde ich Moos los?
Im Grunde kannst du den Kampf gegen Moos an jedem Punkt der Wachstumsperiode beginnen. Für die besten Ergebnisse solltest du aber im Frühjahr damit anfangen, wenn das Gras zu wachsen beginnt und das Moos am einfachsten zu reduzieren ist. Ziel ist es, den Rasen zu unterstützen, damit er stark genug wird, um das Moos langsam aber sicher zu verdrängen.
Zuallererst musst du sicherstellen, dass der Rasen genügend Nährstoffe hat, um gesund und kräftig zu wachsen. Dazu braucht es eine ordentliche Dosis Dünger, du solltest es aber nicht übertreiben. Wenn du unseren Dünger kaufst, beraten wir dich zur richtigen Dosierung. Du kannst aber auch ein unverbindliches Angebot für unsere Servicepakete anfordern – unsere Rasenexperten wissen genau, was dein Rasen braucht.
Wenn der Rasen schön dicht wächst, solltest du ihn mähen – und zwar oft! In einer normalen Saison sollte 2–3 mal Mähen pro Woche ausreichen, häufiger ist aber besser, vor allem dann, wenn der Rasen gut mit Nährstoffen versorgt ist. Denke daran, in unterschiedlichen Richtungen und Mustern zu mähen, damit sich keine Reifenspuren im Rasen bilden. Wenn das für dich nach zu viel Arbeit klingt, überlege dir, in einen Rasenmähroboter zu investieren. Er nimmt dir das regelmäßige Mähen ab und kann im Kampf gegen Moos eine wertvolle Hilfe sein.
Vergiss nicht, kahle Stellen auf deinem Rasen mit hochwertigen Rasensamen nachzusäen, damit das Moos keine kahlen Stellen besiedeln kann.
Warum muss ich den Rasen so oft mähen?
Es gibt zwei wichtige Gründe für häufiges Mähen: Erstens wächst der Rasen nach dem Düngen schnell, sodass du mehrmals wöchentlich mähen solltest, um beim Mähen nicht mehr als ein Drittel des Rasens auf einmal zu kürzen. Der zweite Grund ist, dass Moos durch häufiges Mähen gestresst wird und schließlich abstirbt, während der Rasen dadurch stärker wird.
Warum sollte ich meinen Rasen nicht vertikutieren?
Beim Vertikutieren besteht ein hohes Risiko, dass du deinem Rasen mehr schadest als nützt. Zwar kannst du durch das Vertikurieren das Moos lockern, aber gleichzeitig schwächst du den Rasen unnötig und machst ihn anfällig für Krankheiten, Unkraut und ja – noch mehr Moos. Mehr über das Vertikutieren erfährst du hier.
Wie verhindere ich, dass das Moos im Winter zurückkehrt?
Du kannst deinen Rasen nicht hunderprozentig vor Moosbildung im Winter schützen, denn zu dieser Jahreszeit hat das Moos ideale Wachstumsbedingungen. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du es dem Moos aber zumindest schwerer machen.
Zunächst solltest du den Rasen im Herbst auf etwa 6 cm Länge wachsen lassen. Mähe das Gras mit geschärften Messern, bevor du den Rasenmäher in die Winterpause schickst – so erhält das Gras einen sauberen Schnitt und ist weniger anfällig für Krankheiten. Entscheidend ist, dass das Gras kräftig und dicht genug ist, damit das Moos keinen Platz findet, um sich auszubreiten.